Kanton Fribourg


 Quelle Abbildungen: Wikipedia

 

Letzte Aktualisierung und Überprüfung: September 2017

 

Hinweis: Die SC-Akademie versucht, über die aktuell geltenden nationalen sowie kantonalen Gesetze und Verordnungen zur Hundehaltung fortlaufend informiert zu sein und diese hier zu dokumentieren. Wir übernehmen jedoch für die Aktualität, Vollständigkeit und Korrektheit der hier platzierten Angaben keine Gewähr und weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir für fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Informationen nicht haftbar gemacht werden können.


Allgemeine Hinweise & Pflichten

Haftpflichtversicherung (mind. CHF 1 Mio. Deckung)

Meldepflicht bei der Gemeinde 

Hundesteuer (Kanton und Gemeinde)

Pflicht zur Kotaufnahme

 

Das Halten von >4 erwachsenen Hunden ist bewilligungspflichtig (seit 1.1.2017, vorher war das Halten von >2 Hunden bewilligungspflichtig, Quelle)



Hundekurse

Kein kantonales Kursobligatorium, der Besuch von Hundekursen wird aber ausdrücklich empfohlen. Im kantonalen Hundegesetz ist zudem festgehalten: "Die Halterinnen und Halter erziehen ihren Hund so, dass der Schutz der Personen, der Tiere und der Sachen gewährleistet ist. Sie müssen ihren Hund jederzeit unter Kontrolle haben."



Leinen- und Maulkorbpflicht, Zutrittsverbote

Keine allgemeine Leinen- und/oder Maulkorbpflicht, Gemeinden können aber für bestimmte Gebiete eine Leinenpflicht aussprechen (nicht aber für das gesamte Gemeindegebiet).

 

Vom 1. April bis 15. Juli herrscht für Hunde im Wald eine generelle Leinenprlicht.

 

Der vorübergehende Aufenthalt im Kanton Fribourg mit verbotenen und bewilligungspflichtigen Hunden ist für höchstens 30 Tage und unter der Auflage einer Leinen- und Maulkorbpflicht erlaubt.



Rasselisten / Listenhunde

Verboten ist im Kanton Fribourg das Halten, Züchten, Verwenden, Ab- und Weitergeben sowie das Verbringen in das Kantonsgebiet von American Pitbull Terriern und deren Kreuzungen sowie von Kreuzungen mit Hunden aus der Liste unten.

 

Bewilligungspflichtig ist das Halten von Hunden der folgenden Rassen:

  • American Staffordshire Terrier
  • Boerbull (Boerboel)
  • Bullterrier
  • Cane Corso
  • Dobermann
  • Dogo Argentino (Argentinische Dogge)
  • Dogo Canario (Kanarische Dogge)
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Mastin Español (Spanischer Mastiff)
  • Mastino Napoletano
  • Rottweiler
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa

 

Kreuzungen dieser Rassen oder Hunde dieser Rassen ohne Abstammungspapiere sind seit 1.1.2017 nicht mehr verboten, sondern bewilligungspflichtig (Quelle).

 

Gesuche für eine Bewilligung zum Halten der oben genannten Rassen müssen mindestens 30 Tage vor Übernahme des Hundes eingereicht werden. Voraussetzungen für eine Bewilligung sind ein Abstammungsausweis vom jeweiligen (anerkannten) Rassehund-Club, dass der Gesuchsteller mindestens 18 Jahre alt ist und über einen einwandfreien Leumund verfügt sowie einen Nachweis über die nötigen Kenntnisse für die Haltung des und den Umgang mit dem Hund besitzt.

 

Ausgestellte Haltungsbewilligungen müssen alle 2 Jahre durch Vorweisen eines Zeugnisses eines anerkannten Hundeausbildners für den Hundehalter neu bestätigt werden.

 

Für Haltungsbewilligungen für die oben genannten Rassen werden Gebühren zwischen 300.- und 500.- erhoben, für Haltungsbewilligungen für >2 erwachsene Hunde 80.- bis 250.-.




Hinweise zur Übersicht der kantonalen Hundegesetze:

  • In defakto allen Schweizer Kantonen herrscht eine generelle Leinenpflicht für "bissige" Hunde und für solche, bei denen eine Leinenpflicht behördlich angeordnet ist.
  • In defakto allen Schweizer Kantonen herrscht eine generelle Maulkorbpflicht für "bissige" Hunde und für solche, bei denen eine Maulkorbpflicht behördlich angeordnet ist.
  • Selbstverständlich gilt im Zweifelsfall bezüglich der Leinen- und Maulkorbpflicht sowie Zutrittsverboten immer das, was vor Ort ausgeschildert ist, wo ihr euch befindet.
  • Unser Tipp bezüglich Leinenpflicht: nehmt euren Hund im Zweifelsfall an die Leine - sicher ist sicher.
  • Als Ausbildungsorganisation für verantwortungsvolle Hundehalter und Hundeexperten sind wir davon überzeugt, dass bei einer verantwortungsvollen Ausbildung von Hunden und Hundehaltern die allermeisten Beissunfälle verhindert oder zumindest vermieden werden können. Deshalb gehen wir auf diesen Seiten nicht auf die kantonalen Regelungen, Konsequenzen, Meldepflichten und behördlichen Anordnungen für auffällige, "aggressive" oder "gefährliche" Hunde (und Hundehalter) ein, sondern verweisen auf die jeweiligen kantonalen Hundegesetze und -verordnungen.

Haben wir etwas Wichtiges vergessen oder ist eine hier abgebildete Information nicht mehr aktuell? Dann teile es uns mit, damit wir diese Übersicht gemeinsam für alle Hundehalter in der Schweiz so aktuell wie möglich halten können.

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